in die realität wirklich einzugreifen

theorie, die keine beziehung zu irgend möglicher praxis enthält – und das gilt übringens auch für kunst, mag diese beziehung noch so vermittelt, noch so indirekt und noch so verborgen sein, aber sie muß da sein –, wird entweder wirklich zu einem leeren und selbstgefälligen und gleichgültigen spiel, oder, noch schlimmer, sie wird zu einem element der bloßen bildung, also zu einem toten wissensstoff, der für uns als lebendige geister und lebendig handelnde menschen völlig gleichgültig ist. umgekehrt ist es so, daß praxis … die im namen ihrer übermacht über die theorie sich nun einfach selbstständig macht und den gedanken von sich wegscheucht, herabsinkt zur betriebsamkeit. eine solche praxis verharrt innerhalb des gegebenen; sie führt zu solchen erscheinungen wie etwa den organisierfreudigen menschen, die glauben, damit, daß man irgend etwas organisiert, irgendwelche praktischen kundgebungen veranstaltet, wäre schon etwas wesentliches getan, ohne daß man dabei in die reflexion aufnimmt, ob denn un tatsächlich das, was man so organisiert, überhaupt nur die möglichkeit hat, in die realität wirklich einzugreifen.